"Wir" songtext

Reinhard Mey & Helene Fischer Lyrics

"Wir"

Heimkehr in wohlbekannten Wegen
Ich schließe die Wohnungstür auf
Sie kommt mir kaum noch je entgegen
Schaut kaum von ihrer Arbeit auf
Und es gibt nichts zu sagen
Und es gibt keine Fragen
Und auch keine Antwort darauf

Und Tage kommen, Tage gehen
Und so fliegt mein Leben dahin
Wag' nicht in den Spiegel zu sehen
Wie müde ich geworden bin
Und von so vielen Plänen
Bleiben Scherben und Tränen
Und nur die Frage nach dem Sinn

Ich wollte Freiheit, grenzenlose Weite
Und keine Schranken in unsrem Lebensraum
Und Sieger sein mit ihr an meiner Seite
Nun scheit're ich vor ihr an meinem Traum

Ich hör' die Schlüssel in den Türen
Ich weiß, jetzt ist er endlich hier
Und ich weiß, seine Schritte führen
Ihn nicht als erstes mehr zu mir
Und ich weiß, er wird schweigen
Und ich werde nicht zeigen
Dass ich auf meiner Insel frier'

Was da vergeht, das ist mein Leben
Ist vielleicht meine beste Zeit!
Es muss noch etwas andres geben
Mehr als das Einsamsein zu zweit
Als Mißversteh'n und Streiten
Um Nebensächlichkeiten
Als einzige Gemeinsamkeit!

Ich wollte hoch hinaus, ich wollte fliegen
Ich wollte wachsamer als andre sein
Der Alltag sollte mich nicht unterkriegen,
Jetzt holt der Alltag meine Höhenflüge ein

Und sie ist alles, was ich liebe!
Und er ist alles, was ich will!
Und wenn doch eine Chance bliebe?
Und meine Zweifel schweigen still
Wir könnten neu beginnen
Einander neu gewinnen
Und wenn sie es nur will, ich will!

Warum geht leben miteinander
Nur mit so viel Leiden einher?
Warum ist der Weg zueinander
Warum der erste Schritt so schwer?
Es ist so leicht zu kränken
Und so schwer einzulenken!
Ich liebe sie so sehr!

Wir wollten doch den Horizont erreichen
Und haben nur ein Schiffchen aus Papier
In keinem Lebenssturm die Segel streichen
Wir können es noch immer, zusammen – WIR!


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