"Eisvogel" songtext

"Eisvogel"

Das entzieht sich meiner Logik, wär viel zu philosophisch
Ich sag's lieber wie'n Idiot, irgendwie ist alles komisch
Oh, bitte lass mich nicht häng'n
Bitte lass mich nicht häng'n
Was passiert ist weiß ich nicht, doch ich änder es, ich kann das
Denn die Welt in der ich feststecke, die kenn' ich nicht, ist anders
Oh, bitte lass mich nicht häng'n
Bitte lass mich nicht häng'n

Mein Herz kann ich nicht steuern, in der Tat
Und Schmerz ist ein sehr treuer Kamerad
Mitleid wird er leider wohl nicht brauchen
Wirf ein Seil, sonst wird der Eisvogel tauchen
Manchmal frag' ich mich, ob ich 'n Schaden hätte
Denn ich trag' merh Last als eine Ladefläche, alles, was ich sag' und denke
Ist fast grenzgenial und bahnbrechend
Auch wenn Menschen kein Verständnis hab'n
Als würd' ich Spanisch und [?] wie die andern sprechen
Ich laber' kaum mit andern, ich schwitz' und sprech' mit dem Kissen
Glaube 'Albtraum ist der Spitzname des schlechten Gewissens
Denn wenn man immer trotz Warnung vorbei am Wegweiser rennt
Erkennt man schnell mal, die Umarmungen der Trägheit sind eng

Mann, geht's mir schlecht hab' ich 'ne Denkweise
Beschränkt und enge bänkersgleiche
Doch stell keine Weiche, wenn ich mir ständig ins Lenkrad greife
Nach links gewechselt − scheiße! Nach rechts gewechselt − scheiße!
Am Ende bleibt's entsetzlich scheiße, in Endlosschleife
Alle rundherum sagn, "Alles wunderbar und innig!"
Bin ich undankbar? Frag' mich hundertmal, "Warum bin ich's?"
Ich begreif' es dann am Ende, leider jetzt erst und ich atme schwach
In Wahrheit ist das Selbstmitleid der Weltschmerz in nachgemacht
Seit mein Mädchen nun mal heulte, aber lächelnd mich verließ
Starr' ich vor Reue an die Decke und bin andächtig passiv
Oder gar nichts, denn ich finde keine Lösung, fang' von vorn an
Mann, warum muss die Moral immer die höchste Strafe fordern?
Fakt ist, der verdammte Suff ist wie ein abgefuckter Zauberer
Macht schwierige Charakter nur vertrackter, nicht durchschaubarer
Hab' keine Lust zu ackern, dreh' viel lieber an der Uhr
Wieder auf sieben, von der kurz nach acht − liberté toujours

Ich fluche, wann ich will, denn einfach zahm war ich noch nie
Und dankbar such' ich nicht den heiligen Gral der Harmonie
Guter Vater oder doch Penner?
Gedanken sind wie Handwerker, die ständig in mei'm Kopf hämmern
Lärmempfindlichkeit ist echt mal dumm bis phantasielos
Und niemand zeigt noch irgendwelche Stummfilme in Kinos
Die Musik, sie funktioniert doch auch letztendlich ohne Augenlicht
Genau das ist es ja, und Schutzengel brauch' ich nicht


Writer(s): Peter Pangerl
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