"Das Tuch" songtext

"Das Tuch"

Ein Ritter stand, fern seiner Heimat
An der Burg des Feindes Wacht
Lang die Stunden seiner Lauer
Schwer sein Herz' Sehnsucht entfacht

Sein Herz woll't heim zu der Geliebten
Jung sie war und wunderschön
Auch fröhlich, frisch war ihr Gemüt
"Ob Treue sie auch nicht verpönt?"

Er nahm das Halstuch seiner Liebsten
Welches sie als Pfand ihm gab
Drückt' es an sich, fragt es stumm:
"Wie ist's mit ihrer Treue, sag?!"

Dreh dich um und sie wird wandern
Von der einen Hand zur andern!
Sie wird nie dein Eigen sein
Nie besitzt du sie allein
Kaum bist du dem Blick entschwunden
Hat sie schon Ersatz gefunden!
Sie wird nie alleine, niemals treu
Und du nie sicher sein!

Der Wind entriss das Tuch den Fingern
Trieb es weit und hoch empor
Bis es langsam sank herab
Und er es aus dem Blick verlor

Da fanden's Elstern frech und diebisch
Und sie stritten um den Pfand
Und keine merkte im Gefecht
Wie sich das Tuch dem Griff entwand

Er sah das Halstuch seiner Liebsten
Wie's erneut sank tief herab
Wie's seidig sacht und sanft
Auf dem Wasser eines Flusses lag

Dreh dich um und sie wird wandern
Von der einen Hand zur andern!
Sie wird nie dein Eigen sein
Nie besitzt du sie allein
Kaum bist du dem Blick entschwunden
Hat sie schon Ersatz gefunden!
Sie wird nie alleine, niemals treu
Und du nie sicher sein!

"Da spielt der Wind mir böse Spiele
Dann streiten Vögel sich darum
Dann reisst der Fluss es mit sich fort!
Ist das ihre Antwort, ihre Treue?!
Ein Tuch als Pfand wohl nicht viel wert"

Dreh dich um und sie wird wandern
Von der einen Hand zur andern!
Sie wird nie dein Eigen sein
Nie besitzt du sie allein
Kaum bist du dem Blick entschwunden
Hat sie schon Ersatz gefunden!
Sie wird nie alleine, niemals treu
Und du nie sicher sein!


Writer(s): Thomas Andy Lindner, Matthias Richter
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